Energiezentrale Steinhausen: Die Fassade wird sichtbar
29. Juli 2026
Auf der Baustelle der neuen Energiezentrale in Steinhausen ist ein markanter Schritt geschafft. Das Gerüst ist grösstenteils zurückgebaut, die Fassade befindet sich in der Fertigstellung. Damit zeigt sich zum ersten Mal, was das Gebäude ausmacht, eine Hülle, die nicht nur schützt, sondern Strom produziert.
Die Energiezentrale ist das Herzstück des Wärmeverbunds Steinhausen der WWZ. Eine moderne Holzfeuerung mit effizienter Abgasfilteranlage erzeugt die Wärme, beheizt wird mit Hackschnitzeln aus regionalen Wäldern. Zusätzlich ist die Anlage mit dem Wärmeverbund Ennetsee vernetzt und nutzt die Abwärme der KVA Renergia, so bleibt die Versorgung auch bei Spitzenlast gesichert.
Was die Fassade betrifft, ist das Projekt in der Region ein Sonderfall. Nord-, Ost- und Südfassade wurden mit Photovoltaikmodulen ausgestattet, insgesamt 761 m² vertikale Solarfläche. Zum Einsatz kommen bewusst Standardmodule statt Sonderanfertigungen: wirtschaftlicher in der Konstruktion und mit hoher Leistung pro Modul. Auf dem Flachdach ergänzt eine Modulfläche von 986 m² die Anlage, kombiniert mit einer Gründachlösung.
Eine Fassade, die technisch als Kraftwerk funktioniert, muss architektonisch trotzdem als Gebäude lesbar bleiben. Jetzt, wo das Gerüst weg ist, sieht man das Resultat erstmals im Zusammenhang.
Bereits im Winter wurden zwei wichtige Etappen abgeschlossen: die Installation der Wärmespeicher sowie der beiden 35 Meter hohen Kamine.



