Bellevue Dependance, Brunnen

Der neue Baukörper schliesst die Baulücke zwischen Bellevue und der Überbauung Mythenstein, ein präzis gesetzter Schlussstein der südlichen Uferbebauung. Strasse und Seepromenade bestimmen seine ortsbauliche Setzung.

Eine Fussgängergasse, die «Spanische Treppe», verbindet die Axenstrasse mit der Seepromenade und ergänzt die Feinerschliessung des Quartiers. Gleichzeitig wirkt sie als Fuge zwischen alt und neu: Die Baukörper bewahren ihre Eigenständigkeit, die Zwischenräume ermöglichen die ungeschmälerte Sicht auf den Urnersee.

Als Referenz für die Bauhöhe dient die virtuelle Silhouette der nachbarlichen Sockelgeschosse. Die Sicht der dahinterliegenden Liegenschaften auf den See bleibt erhalten.

Die seeseitigen Fassaden des Sichtbetonhauses werden mit unterschiedlichen Öffnungen gegliedert. Die Fenster, als «Seeobjekte» aus dem massiven, monolithisch wirkenden Baukörper ausgeschnitten, variieren gestalterisch stark. Bescheiden und dunkel hinter den Alleebäumen hervorblickend, betonen sie den Kubus und tragen zur Beruhigung der exponierten Lage bei. Die «fünfte Fassade» bildet als einsichtiger Dachgarten einen bereichernden Teil des Dorfbildes.

Drei Wohnungen sind in den monolithischen Baukörper eingebettet, jede mit eigenem Grundriss und Charakter: Die Wohnung auf Höhe der Seepromenade mit grosszügigem Vorgarten, die mittlere Wohnung mit Vorzonen und weitläufigem Balkon, die Dachwohnung mit direktem Zugang von der Axenstrasse und loftartigem Ausbau über die gesamte Fassadenlänge.

Ein profilierter Schlussstein, der Ort und Kontext bereichert.

 

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Neubau